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Alles blüht & gedeiht: Fange den Frühling ein

Der Frühling ist eine wunderbare Zeit, um mit der Kamera loszuziehen. Das Wetter wird besser, die Blumen beginnen zu blühen, der Regen wird wärmer und alles fühlt sich frisch und neu an: Es ist die perfekte Zeit, die Schönheit der Welt einzufangen. Nach dem langen Winter spürt man förmlich, wie die Natur sich erneuert und lebendig wird.Die zwei Dinge, die ich im Frühling am liebsten fotografiere, sind Wildblumen und Wasserfälle. Dank des üppigen Regens hier in Texas haben wir von beidem reichlich, und sie zu fotografieren macht so viel Spaß. Heute werde ich mich auf Blumen konzentrieren.

Auch wenn man mit Einzelbelichtungen die ganze Schönheit einer Szene durchaus einfangen kann, mehme ich eigentlich immer Belichtungsreihen auf, so dass ich bei Bedarf HDR-Bilder erstellen kann. Häufig gefallen mir die Ergebnisse als HDR einfach besser, und ich habe eine perfekte Kontrolle über den finalen Look.

Geh auf Nummer sicher und nutze ein Stativ, die Stabilität bringt so viel beim Aufnehmen mehrerer Belichtungen der selben Szene. Ich hab auch schon viele Reihen ohne Stativ aufgenommen, aber ich fühle mich immer sicherer und bin zufriedener mit.

Checke auch das Wetter und die Begebenheiten online, bevor du losziehst: kaum etwas ist ärgerlicher als anzukommen und vor geschlossenen Türen zu stehen, oder es findet gerade eine Veranstaltungs statt und du kriegst die gewünschten Fotos nicht in den Kasten. Ich versuche immer Menschenmassen zu vermeiden, deswegen fotografiere ich viel morgens. Außerdem ist das Licht dann besonders schön und es fühlt sich gut an, den Platz ganz für mich zu haben (das passiert einem bei Sonnenuntergängen weit seltener).

Was ich als erstes sicherstelle, ist drei gute Belichtungen aufzunehmen (manche manchen mehr, für mich ist 3 die optimale Zahl). Nämlich eine eher dunkle, eine gut belichtete und eine etwas hellere. Ich möchte keine extrem dunkle oder helle, da sie leider oft gänzlich unbrauchbar sind. Das gilt für Wasserfälle und Wildblumen. Ich möchte keine ausgewaschenen Highlights im Wasserfall, und eine lange Belichtungszeit bei Wildblumen erhöht das Risiko, dass der Wind die Blume zu sehr bewegt.

Dann öffne ich die drei belichtungen in Aurora HDR, und der Zauber fängt an!

Als Erstes probiere ich immer ein paar Presets durch, bis ich das richtige gefunden hab. Bevor ich mit Aurora HDR anfing,hab ich nie Presets genutzt - ich wolte von Anfang an die volle Kontrolle und alle Änderungen selbst bestimmen. Aber jetzt gefallen mir einfach so viele Presets, insbesondere in der Realistic Presets Kategorie. Ich nehme zwar immer noch manuelle Anpassungen vor, aber das Preset ist einfach ein toller Ausgangspunkt und bietet so viele Ideen für Looks, die ich sonst nicht ausprobiert hätte.

Ich experimentiere also einfach etwas, bis ich das gefühl habe, dass alles passt. Ich lege immer ein paar Ebenen an, Masken und Pinsel sind einfach praktisch, um Effekte nur auf bestimmte Bildbereiche anzuwenden. Mit Aurora ist das ganz einfach und schnell gemacht und du kannst genau den Look erreichen, den du im Kopf hast.

Hier ist ein Foto vom Texas Hill County. Überall sprießen hier Bluebonnets, blaue Lupinen, im Frühling hervor, und die Fotografen lieben dieses Motiv. Ich bin ganz früh morgens losgezogen, so dass ich ganz allein war. In diesem Foto wollte ich die aufgehende Sonne hinterm Baum einfangen, das gibt so ein tolles diffuses Licht, besonders weil ich direkt raufgehalten habe. Den Stiefel am Zaunpfahl fand ich toll, er hat das Bild besonders gemacht.

Ich startete mit diesen 3 RAWs in Aurora HDR. Aurora startet mit dem Screen, den du unten siehst. Einfach "HDR erstellen" klicken, und los geht's.Sobald die drei belichtungen zusammengefügt wurden, zeigt das Aurora Fenster das HDR-Ausgangsbild mit dem Bearbeitungs-Menu auf der rechten Seite, rechts unten kannst du die Presets (Voreinstellungen) öffnen. Einfach anklicken, und die Presets erscheinen.Als nächstes zeige ich euch, welche Schritte ich genau gemacht habe, bis das Bild nach meinen Vorstellungen fertig war. Ich wollte den Stiefel auf dem Zaunpfahl in den Fokus rücken, weil ich ihn einfach originell und witzig fand. Gleichzeitig solte das Bild Ruhe ausstrahlen, die Einsamkeit und Stille sollte zur Geltung kommen (schließlich war ich ganz allein zum stimmungsvollen Sonnenaufgang dort!).

Hier also die bearbeitungsschritte:

Schritt 1: Als erstes habe ich das Preset Vivid Memories aus der Realistic HDR Kategorie gewählt und der Basis-Ebene hinzugefügt. Es hat dem Bild guten Schwung gebracht und einige Details hervorgehoben. Aber auf diese Ebene sollte noch mehr. Ich fand den unteren Bildbereich etwas zu dunkel und den Himmel eine Idee zu hell. Also hab ich im "Beleuchtung oben und unten" Abschnitt des Panels einige Korrekturen vorgenommen.

Step 2: Als nächstes hab ich eine Ebene für den Stiefel angelegt, ich wollte ihn besser zur Geltung bringen. Um eine Ebene hinzuzufügen, klicke auf das "+" oben rechts, neben dem Wort Ebenen, und gib ihr einen aussagekräftigen Namen. In meinem Fall war "Boot", also Stiefel, naheliegend, um sie für eventuelle spätere Nachbearbeitungen leicht wiederzufinden.

Dann habe ich auf das Pinsel-Symbol über dem Histrogramm geklickt, Größe und Deckkraft bestimmt, und über Stiefel & Zaun gemalt. So sah die Maskierung dann aus:Dann stehen dir alle Werkzeuge aus dem Panel rechts zur Verfügung. Da ich eine Maske erstellt hatte, wurden alle Änderungen nur auf diesen ausgewählten Bildbereich angewendet.

Mein Ziel der Maskierung war, Stiefel und zaun aufzuhelen, Details hervorzuholen und und es so in Szene zu setzen. Hier sollte die Aufmerksamkeit des Betrachters hingelenkt werden. Hier also die genauen Anpassungen:

  • Ton: Glanzlichter, Mitteltöne, Schatten erhöhen
  • Strukture: Klarheit und HDR-Effekt verstärken
  • Farbe: Temperatur für mehr Wärme im Bild erhöhen
  • Details: Klein und Mittel unter Gesamt erhöhen
  • Farbfilter: Sättigung des Blauen verringern - In den Schatten des Stiefels waren Blaufragmente sichtbar

Nach all diesen Anpassungen (die gerade mal ein, zwei Minuten gedauert haben), kommt der Stiefel jetzt viel besser zur Geltung:

Schritt 3: Jetzt ist der Himmel an der Reihe. Mir gefallen weiche, glatte Himmel, so dass ich dort fast immer Rauschen und Details reduziere. Ich legte also die neu Ebene “Sky”, Himmel, an. Dann habe ich mithilfe des Pinsels wieder maskiert:

Als erstes habe ich dann die HDR-Rauschunterdrückung im Panel vorgenomen und folgende Einstellungen gemacht:

  • Stärke erhöhen
  • Glätte erhöhen 

Das ist eins der Killer-feature von Aurora - du brauchst kein seperates Tool zur rauschreduzierung mehr. Ich musste immer in andere Programme wechseln, und es es war immer ein hin und her bis es so war, wie ich es haben wollte. Aber mit Aurora reduzierst du Bildrauschen genau in deiner Maske - supereinfach und wirklich zeitsparend!

Der Himmel ist fertig, jezt kommen ein paar kleinere abschließende Anpassungen.

Schritt 4: Das Bild gefiel mir schon richtig gut, aber die Bäume sollten noch etwas mehr Kontrast bekommen. Das würde alles etwas spannender machen, also habe ich wieder eine einfache Maske erstellt.

>Diese Ebene nannte ich “Center tree” und fing an mit dem Pinsel die Bereiche zu maskieren, die ich fokussieren wollte. Ich habe beim großen Baum übrigens eine Pinsel-Deckkraft von 100% gewählt, während ich für die Baumreihen rechts und links die Deckkraft reduziert habe (die Maske zeigt die Deckkraftunterschiede sehr hilfereich an). Wie man sieht, wollte ich stärkeren Kontrast in der Mitte als seitlich.

Nachdem die maske erstellt ist, wird also der Kontrast angepasst. Ich steuerte Ton im rechten Bearbeitungs-Menu an und hab den kontarst-Schieberegler zum Erhöhen nach rechts gezogen. Fertig!

Schritt 5: Gleich ist es fertig! ICool, oder? ;-)

Ein paar globale, also das ganze Bild betreffende, Änderungen wollte ich noch vornehmen. Vor allem Töne und Farben habe ich feineingestellt, für das gewisse Extra. Wenn man so noch einen kleinen Wow-Effekt reinbringen kann, ab dafür!

Hier sind die Anpassungen dieser Ebene:

  • Ton: Glanzlichter und Schwarztöne verringern
  • Strahldichte im Bild: Stärke leicht erhöhen
  • Farbe: Sättigung, Lebendigkeit und Temperatur leicht erhöhen
  • Beleuchtung oben und unten: Oben leicht verringern, Unten leicht erhöhen
  • Farbfilter: Sättigung Blau etwas erhöhen

Jetzt fühle ich mich ziemlich gut mit dem Ergebnis. So sieht es jetzt aus:

Schritt 6: Dieser Schritt ist kein Muss, aber ich möchte ihn trotzdem erwähnen. Die vorherigen Screenshotos offenbaren drei kleinere, aber störende Dinge. Das erste ist dies silberne Ding (ein Stahlrohr vielleicht?) in der rechten Bildecke, bei der Baumreihe. Was auch immer es ist - es soll weg. Dir ist es vielleicht gar nicht aufgefallen, aber mich macht es verrückt:-)

Der zweite Störenfried ist der Stacheldrahtzaun in der Ecke unten rechts. Der dritte ist ein heller kleiner Punkt in der Mitte der Lupinen, der aussieht wie ien Sonnenlichtsprenkel. Nichts davon ist weltbewegend, aber da es mich einfach stört, emöchte ich es entfernen.

Hier kommt die magie des Creative Kit von macphun ins Spiel. In Aurora bin ich fertig, aber ich kann einfach zum Entfernen dieser Bildelemente zu Snapheal überwechseln.

In Snapheal einfach über die zu entfernen Dinge malen und "Entfernen" klicken - so einfach wie schnell ist es weg. Im Screenshot unten siehst du, das ich über den Zaun gemalt und dieser noch entfernt werden muss, während das "große Ding" an der baumreihe bereits aus dem Bild verschwunden ist. Der Lichtsprenkel kommt als Letztes.

Nun nur noch speichern, und fertig!

Es dauert sicher eine Weile dieses ganze Tutorial zu lesen, aber glaub mir, für alle bearbeitungen habe ich keine 15 Minuten gebraucht. Aurora HDR Pro macht alles unglaublich einfach und schnell, und ich kann über die Ebenen verschiedene Bearbeitungsschritte pixelgenau und effektiv vornehmen. Und so aus meinem etwas langweiligen Standard-Foto etwas erschaffen, was ich absolut liebe!

Hier siehst du das fertige Bild:

Danke fürs lesen, gfalls du fragen hast, melde dich gern!

Jim Nix ist Profi-Fotograf und Blogger. Besuche Jims Website oder seine FB-Seite, um mehr Fotos von ihm zu sehen.

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